14.- 15. März 2017

ICM - Internationales Congress Center München

Referenten CloseUp – Lernen Sie Michael Felis, Head of SEO bei Sixt, kennen

Referenten CloseUp - Lernen Sie Michael Felis, Head of SEO bei Sixt, kennen

Hi Michael, du bist Vorsitzender des Inhouse SEO Meetings am Vorabend der SMX. Wieso sollte ein Inhouse SEO bei dem Treffen vorbei schauen?

Der große Vorteil des Inhouse SEO Meetings ist, dass tatsächlich ausschließlich unternehmensinterne Mitarbeiter zugelassen werden. Das hat zur Folge, dass man sich ungezwungen über die Methoden anderer Konzerne/Unternehmen unterhalten kann und außerdem einen guten Einblick darüber bekommt mit welchen anderen Agenturen oder Freelancern andere Unternehmen arbeiten. Diese Informationen können Gold wert sein ☺ Daher ist ein Besuch in jedem Fall lohnenswert!

Wie sieht deiner Meinung der Job eines SEOs in 5 Jahren aus?

Die Rolle des SEOs wird sich mehr und mehr zu einer Art „Marketing Manager“ entwickeln. Allerdings mit der „zusätzlichen Aufgabe“ die von Google – oder anderen Suchmaschinen – vorgegeben Richtlinien für das Unternehmen zu berücksichtigen. Dies benötigt ein gewisses technisches Geschick als auch ein marketing-technisches Verständnis (aktuell bspw. „wie erhalte ich regel-konforme Links?“). In Zukunft könnte des bedeuten „Wie sollte unsere Seite / unsere Landing Pages strukturiert sein um Traffic von Suchmaschinen zu erhalten?“ oder „Wie kann ich dem User das beste Ergebnis liefern?“

Wie strukturiert ein Inhouse SEO seinen Arbeitstag?

Ich denke aktuell sind das ca. 20% konzeptionelle Themen. Hier gibt es allerdings immer Abhängigkeiten von der IT oder anderen Schnittstellen. Weitere 20% dürften Analyse-Tätigkeiten sein und zu jeweils 30% „linkbuilding“ und „content“.

Was ist das größte Vorurteil mit dem du in der Branche kämpfen musst?

Dass wir Suchmaschinen manipulieren – was im Grunde genommen eigentlich gar nicht korrekt ist. Viel mehr manipulieren die Suchmaschinen ja uns 😉

Was ist das größte Vorurteil mit dem du intern in deinem Unternehmen kämpfen müsst?

Das ist kein echtes Vorurteil, sondern eher das Problem, dass einem vorab „Glauben“ geschenkt werden muss für die Maßnahmen die demnächst ergriffen werden um dann die Resultate zu erhalten. Sobald diese Vorliegen gibt es allerdings keine größeren Schwierigkeiten mehr seine Maßnahmen durchsetzen zu können.

Wie arbeitet die Abteilung SEO mit SEA in Ihrem Unternehmen zusammen?

Es gibt einige Schnittstellen zu unserer SEA Abteilung. Wir tauschen uns über regionale Trends aus – wie z.B. sinkende Conversion-Rates in bestimmten Regionen, aber auch über gut oder schlecht performende Keywords in der SEA Abteilung, die wir dann entsprechend in unser „relevant set“ aufnehmen. Natürlich gilt das ganz auch andersherum.

Kannst du etwas über dich verraten, das selbst deine Freunde überraschen würde?

Ich habe knapp 5 oder 6 Jahre ehrenamtlich bei einem Internetradio gearbeitet um erste Erfahrungen im Online Bereich zu sammeln. Das wissen tatsächlich die wenigsten denke ich.

Wie stehst du zum neuen Keyword Exact Match-Type bei Google AdWords?

Naja – Google lässt sich auf dem Weg zu mehr Werbeeinnahmen immer neue Tricks einfallen. Ich denke dass dies einer dieser Tricks ist – wir Marketer müssen uns an der Stelle überlegen wie wir damit umgehen. Google an der Stelle zu verurteilen wäre denke ich falsch – immerhin sind sie Segen und Fluch zugleich 😉

Welche 3 SEO Tools sind bei dir im Einsatz und warum diese Tools?

Majestic SEO – einfach weil das Tool genial ist
Searchmetrics – um einen groben Überblick über Wettbewerber und unsere eigenen Domains zu haben
OnPage.Org – um unsere Seiten im Griff zu haben 😉

Google Knowledge Graph: Fluch oder Segen?

Segen – ich denke dem User das beste Ergebnis zu liefern sollte im Anspruch jeder Webseite liegen. Daher kann man es Google nicht übel nehmen so starke Verwendung von dieser Funktionalität zu nehmen.

Was ist das letzte Buch das du gelesen hast?

Das ist schon so lange her dass ich mich gerade nur spärlich daran erinnern kann. Aber wenn ich mich recht erinnere dann war es das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde.

Hast du Angst vor Google?

Nein.

Was schaust du dir am Morgen als erstes auf deinem Mobiltelefon an?

Ich denke meine E-Mails. Kann aber auch mal die Spiegel.de App sein – abhängig davon wie ich drauf bin ;-P

Wie sieht ein normaler Arbeitstag, wenn es diesen gibt, bei dir aus?

Ich vermute ca. 30% IT-Themen – 10-20% Reporting Tätigkeiten in irgendeiner Form. 20% größere Marketing-Kooperationen und 30% Betreuung des Teams. Kann alles sehr stark variieren, abhängig davon ob wir beispielsweise auch noch Personal suchen oder nicht.

Auf welche Entwicklungen im Rahmen deiner Arbeit bist du besonders stolz, wenn du auf die letzte 12 Monate zurückblickst?

Ich denke 2 geliftete Penalties sind ein gutes Ergebnis. Allerdings würde ich das nicht wirklich als „Stolz“ bezeichnen – immerhin ist es mein Job solche Aufgaben umzusetzen.

Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen haben! Wir freuen uns, dich bald in München begrüßen zu dürfen und sind schon sehr gespannt auf deinen Vortrag auf der SMX!

Danke – euch auch. Auf hoffentlich viele Besucher in meinem Panel ;-).

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